Panel VI - Schnittstellen zwischen Medienökonomie und Medienrezeption

Moderation: Jun.-Prof. Dr. Anke Trommershausen

Beeinflusst eine veränderte Mediennutzung Höhe und Struktur der Werbeausgaben oder der Konsumausgaben für Medienprodukte?


Das Mediennutzungsverhalten unterliegt permanenten Veränderungen im Medienangebot und allgemeinen gesellschaftlichen Veränderungsprozessen. Die Medienökonomie geht davon aus, dass diese Veränderungen die Refinanzierungsmöglichkeiten von Medieninhalten beeinflusst. Untersucht wurde deshalb die Beziehung zwischen Mediennutzungsverhalten und Finanzierungspotenzial von Medienprodukten. Die Zeitreihenanalyse führt zu dem Ergebnis, dass der Beitritt der neuen Bundesländer zu keiner signifikanten Änderung des langfristigen Trends geführt hat. Als Folge der Verbreitung privater Rundfunkangebote und des Internets lassen sich Trendbrüche für die Werbeumsätze anderer Mediengattungen feststellen. Von Änderungen der Mediennutzung gehen schwache kurzfristige Effekte auf die Medienwerbung aus, nicht jedoch auf die Konsumausgaben für Medienprodukte.

Prof. Dr. Wolfgang Seufert (Uni Jena)

Exposé

Heuristische Entscheidungsprozesse bei der Filmauswahl


In den letzten Jahren zeichnet sich durch das vielfältige Internetangebot im audio-visuellen Bereich ein neuer Mediennutzungs-Trend ab: 40,1 Millionen Deutsche ab 14 Jahren nutzten 2013 mindestens selten audio-visuelle Inhalte im Internet, 77 % davon über Videoportale und 44% über Online-Mediatheken von Fernsehsendern.Medienanbieter begegnen diesem Zielgruppenzuwachs durch Bereitstellung von zusätzlichem Online-Content. Unsere empirische Studie setzt an diesem Punkt an. Auswahlprozesse von potentiellen Konsumenten einer Video-on-Demand Plattform werden aus entscheidungspsychologischer und kommunikationswissenschaftlicher Perspektive analysiert. Für die Umsetzung der empirischen Studie wurde der Einfluss von drei potentiellen Kriterien (Cues) auf die Filmauswahl Produktionsland.

Jakob Henke / Tina Heurich / Lucie Meß (Uni Erfurt)

Exposé

Google: Alles nur Marke? – Eine experimentelle Untersuchung zur Qualitätsbewertung von Suchmaschinen-Trefferlisten aus Nutzerperspektive


Dieser Vortrag behandelt eine experimentelle Untersuchung zur Markenstärke von Suchmaschinen und deren Rolle für subjektive Qualitätsbewertung von Google ist weltweiter Marktführer unter Suchmaschinen mit über 90% Suchanfragen aus Deutschland im Frühjahr 2014. Die Studie untersucht die Markenstärke von Google und die subjektive Auswirkung auf die Nutzer: Marke = Qualität. Die Leistung der Suchmaschinen entspricht dabei der Marke und nicht den Ergebnissen. Eine Marke beschreibt Sympathie, Vertrauen, Einzigartigkeit und Bindung für Nutzer, welches für Mitbewerber schwer auszugleichen ist. Die Erhebung erfolgt durch empirische Onlinebefragung zum Thema Organspende, in der verschiedene Suchmaschinen anhand von 6 Dimensionen bewertet werden.

Svenja Schäfer/ Alice Cuda / Maren Klapprott / Nicoletta Pittner / Becke Reinert / Dr. Melanie Magin / Prof. Dr. Birgit Stark (Uni Mainz)

Exposé