Panel V - Schnittstellen zwischen Medienökonomie und Werbekommunikation

Moderation: Dr. Bjørn von Rimscha (Uni Zürich)

Media Branding als interdisziplinäres Forschungsfeld – Perspektiven und Schnittstellen


Durch die zunehmende Betrachtung der Medienprodukte als Medienmarken wird Media Branding als interdisziplinäres Forschungsfeld behandelt. Die Umfeldbedingungen für Medien haben sich drastisch verändert: Medienmärkte sind heute durch Multicasting, eine Vielzahl an Distributionskanälen, zunehmende Digitalisierung, veränderte Wertschöpfungsketten, neue Erlösformen und Konvergenz, Konsolidierung und Konglomerate gekennzeichnet. Marken übernehmen in dieser veränderten Medienlandschaft vielfältige Funktionen, sowohl für Medienunternehmen als auch für das Publikum. Hier stellt sich die Frage, welche Schnittstellen die Medienmarkenforschung zu anderen Disziplinen aufweist. Im Kern geht es außerdem hier insbesondere darum, Faktoren zu finden, die für den Erfolg – oder auch Misserfolg – von Medienmarken ursächlich sind.

Dr. Kati Förster (Uni Wien)

Exposé

Markenmedien – Erfolgsfaktoren in der Schnittstelle von Marken und Medien


Werbetreibende Unternehmen entwickeln immer öfter eigene hochwertige Medieninhalte und übernehmen damit zunehmend Medienfunktionen. Werbung über etablierte Medien wir RTL oder Bild.de nimmt ab und Unternehmen lassen ihre Marke durch eigene TV-Sender, Online-Foren oder Zeitschriften selbst zum Medium werden. Verstärkt wird die Medialisierung der Marken durch die Digitalisierung, dem Internet und Social Media. Um die neue Medienfunktion von Marken zu erklären, wurden in einer ersten explorativen Studie die zentralen Kategorien einer Theorie der Markenmedien identifiziert. Die darauf aufbauende Untersuchung soll eine Architektur für eine Theorie der Markenmedien formen und ein Modell der Erfolgsfaktoren der neuen Ausrichtung der Schnittstelle von Marken und Medien aufzeigen.

Prof. Dr. Andreas Baetzgen / Prof. Dr. Jörg Tropp / Frank Weiskopf (HdM Stuttgart / Hochschule Pforzheim / HdM Stuttgart)

Exposé

Club-TV-Angebote in der Fußball-Bundesliga – Content-Marketing als Journalismus-Konkurrenz


Fast jeder Fußball-Bundesliga-Club unterhält mittlerweile einen eigenen TV-Kanal, bei dem die Vereine meist die Rolle des Produzenten einnehmen und Inhalte wie Spielberichten, Interviews, Talks und Reportagen erstellen.
Mit ihren Angeboten bewegen sich die Bundesligavereine an der Schnittstelle zwischen eigenen medienökonomischen Interessen, wie z.B. Markenpflege, Produkt-PR, Vermarktung von Merchandising-Artikeln, Verkauf des TV- Angebots, und möglichen Ansprüchen der Rezipienten an das gekaufte Produkt, wie journalistische Qualität, Objektivität, Aktualität, Recherche und Transparenz. Inwieweit kommen die Vereine diesen Ansprüchen nach? Welche Anstrengungen unternehmen sie im Bereich des Club-TV und welche Ziele verfolgen sie damit? Verfolgen die Vereine überhaupt den Anspruch journalistischer Qualität oder genügt die Anmutung eines journalistischen Produkts?

Prof. Dr. Matthias Degen / Andreas Köhler (Hochschule Gelsenkirchen, Macromedia Hochschule Köln)

Exposé