Panel IIIb - Organisatorische Schnittstellen und Innovationen

Moderation: Prof. Dr. Thomas Hess (LMU München)

Journalisten als Unternehmer? Entrepreneurship Education im Rahmen der Journalistenausbildung in Deutschland


Journalisten müssen in der heutigen Zeit meist mehr sein als hauptberufliche Redakteure, denn die Entwicklung geht hin zu Freiberuflern mit neuen Geschäftsmodellen. Als Beispiele sind Krautreporter, Opendatacity und De Correspondent zu nennen, welche die Entwicklung des modernen Journalismus mit prägen. Die Studie, die als Vortragsgrundlage dient, beschäftigt sich mit den folgenden drei Kernpunkten:
1. Die Beschäftigungssituation von Journalisten in Deutschland
2. Entrepreneurial Journalist
3. Entrepreneurship Education als Teil der Journalismusausbildung
Aus diesem Grund wird allumfassend die Forschungsfrage gestellt: „Wie werden Journalisten in Deutschland im Rahmen ihrer regulären Ausbildung mit unternehmerischen Studieninhalten (Entrepreneurship Education) konfrontiert?“. Mit dieser Studie wird der Diskurs der Medienökonomie bzw. Medienmanagements an der Schnittstelle zwischen Journalismus und Entrepreneurship erweitert.

Britta Gossel / Romy Kalka (TU Ilmenau)

Exposé

Die Rolle und Relevanz von Meinungsführern im Innovations-Diffusionsprozess


Das aus der Rezeptionsforschung bekannte Meinungsführerkonzept kann Unternehmen bei der Einführung von Innovationen in die Gesellschaft behilflich sein. Der Diffusionsprozess wird durch wechselseitige Kommunikationsprozesse vorangetrieben bei welchen besonders den Meinungsführern eine zentrale Rolle zukommt. Mithilfe einer explorativen Studie zum Thema Elektromobilität, die zusammen mit BMW durchgeführt wurde, konnten die Probanden typologisch differenziert werden. Die oftmals schwierige Identifizierung von Meinungsführern wurde in der Studie durch den Einsatz von Social Media Monitoring gelöst. Alle Teilnehmer wurden aufgrund ihrer herausragenden Aktivität auf Social Media Plattformen, in Foren und Blogs ausgewählt. In standardisierten Leitfadeninterviews konnten Erkenntnisse über Selbstwahrnehmung, Motivation und Kommunikationsstruktur der Probanden gewonnen werden.

Maximilian Reithmann / Sebastian Scherr (LMU München)

Exposé

Die projektbasierte Medienorganisation und das Management von Ungewissheit


Diese Arbeit hat sich das Ziel gesetzt, basierend auf wirtschaftssoziologischen und techniksoziologischen sowie Ansätzen der ‚critical management studies‘ aufzuzeigen, dass diese Schnittstellen einen theoretischen Mehrwert für Medienökonomie und Medienmanagement darstellen können. Diesen Mehrwert gilt es in der Folge für spezifische Bereiche, wie z.B. das Redaktionsmanagement, das Innovationsmanagement, das Human Ressource Management oder das Nachhaltigkeitsmanagement zu operationalisieren und nutzbar zu machen. In diesem theoretischen Dreieck aus projektbasierter Polis, technikgetriebenen Medienorganisationen und deren Management von Ungewissheit wird an Beispielen und konkreten Aspekten der Medienökonomie und des Medienmanagements auf die disziplinären Schnittstellen und damit auf den Mehrwert dieser theoretischen Perspektive für die Weiterentwicklung der Disziplin verwiesen.

Jun.-Prof. Dr. Anke Trommershausen (Uni Weimar)

Exposé