Panel II - Schnittstellen zwischen Medienökonomie und IT

Moderation: Dr.-Ing. Oliver Kemmann (Vorstand IT Klub Mainz)

Strategien für die Produktion von Bewegtinhalten im Web. Eine wettbewerbsstrategische Analyse


Der Online-Konsum von audiovisuellen Inhalten wächst beständig. Neben der Nachfrage hat dabei auch die Produktion eine erhebliche Professionalisierung und Diversifizierung erfahren. In diesem Beitrag werden die medienökonomischen Rahmenbedingungen in diesem neuen Feld der journalistischen Produktion untersucht und Rückwirkungen auf die publizistische Produktion abgeleitet. Hierbei wird unter anderem das Verhältnis von professionellen zu semiprofessionellen und im engeren Sinne ‚user generated content‘ zu betrachten sein. Zum anderen weist das Forschungsprojekt Schnittstellen zur Werbekommunikation auf, da die Fragen der Refinanzierbarkeit vor allem durch eine stärkere Verschränkung von Inhalt und kommerzieller Botschaften erreicht werden soll. Dies stellt neue Herausforderungen an Produktion und Benutzerführung, wirft zugleich aber auch die Frage nach der Beachtung journalisistscher Standards auf.

Dr. Christian Zabel / Dr. Georg Ramme (Deutsche Telekom / Endemol)

Exposé

Die Qualität von Suchmaschinen auf dem Prüfstand – eine vergleichende Inhaltsanalyse der Trefferlisten von Google, Bing, Ask, Lycos und Ixquick


Der Erfolg von Google wird auf den Prüfstand gestellt. Es werden fünf Suchmaschinen (Google, Bing, IxQuick, Lycos und Ask) mittels eines inhaltsanalytischen Vergleichs der Trefferlisten anhand von kommunikationswissenschaftlichen Kriterien für die Qualität von Medieninhalten im Internet analysiert und bewertet. Die vier Kriterien sind Vielfalt, Aktualität, Relevanz und Nutzerfreundlichkeit. Für jedes der vier Qualitätskriterien wird ein Index errechnet. Die vier Indexwerte wiederum bilden die Grundlage für einen übergreifenden Qualitätsindex mit einem Wertebereich. Die Teilergebnisse zeigen recht deutliche Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Suchmaschinen und beim Gesamtergebnis wird ersichtlich, wer die Vormachtstellung auf dem Suchmaschinenmarkt wirklich besitzt.

Miriam Steiner / Eva Maria Felka / Alice Katharina Pieper / Dominique Heinbach / Sarah Bosold / Dr. Melanie Magin / Prof. Dr. Birgit Stark (Uni Mainz)

Exposé

Faktoren für Akzeptanz und Erfolg von Bezahlschranken


Auflagen und Werbeeinnahmen in den Medien sinken seit Jahren. Verlage sind daher auf der Suche nach neuen Einnahmequellen. Eine wachsende Zahl von Zeitungen in Deutschland hat inzwischen eine Bezahlschranke, eine sogenannte Paywall, für journalistische Inhalte auf ihren Internetseiten eingeführt. Dabei unterscheiden sich die Modelle erheblich voneinander. Bezahlschranken haben unterschiedliche Implikationen auf die Anzahl der Besuche auf der Internetseite des Mediums. Sinkt die Anzahl der Visits, sinken Reichweite und Online-Anzeigenerlöse. Eine Paywall kann nur dann wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn die Einnahmen von Abonnenten, die für Online-Inhalte zahlen, die schrumpfenden Anzeigenerlöse zumindest kompensieren. Doch welches Paywall-Modell erweist sich für Verlage am lukrativsten? Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Bezahlschranke und der Anzahl an Besuchern auf der Internetseite?

Barbara Brandstetter / Jessica Schmalhofer (Hochschule Neu-Ulm)

Exposé